Mittwoch, 12. November 2008

Questico-Interview

Liebe Leser, 

Da ich schon seit 2005 auf sporadisch für Questico arbeite, interviewte man mich vor einigen Tagen. Den Wortlaut, den die Redakteurin aus dem mündlichen Interview extrahierte, stelle ich Ihnen gerne vor. Der Text ist gedacht für die Veröffentlichung im Questico-Magazin Zukunftsblick und für eine breite Öffentlichkeit zugeschnitten. Die Redaktion wollte noch einige Lieblingssongs von mir wissen, da mein Musikgeschmack aber so gar nicht in die esoterische Schiene passen möchte, hab ich mir die verkniffen...Das Interview soll in einigen Wochen im Zukunftsblick veröffentlicht werden:

- Sternzeichen/Aszendent: Krebs/Waage

- Lieblingsbuch/Autor: „Aufbruch ins 3. Jahrtausend“, u. a. mit Beiträgen von Teilhard de Chardin

- Lieblingssong/-musik: Rockmusik

- Lieblingsfilm: Krimis, Komödien, Fantasy- und Mysteryfilme

- Mein persönliches Motto: Carpe diem, nutze den Tag!

 

Hallo Gabrielle! Sie waren früher Fotografin und haben dann zur Astrologie gewechselt. Wie kam es dazu?

Ich habe als Portraitfotografin gearbeitet. Zum Beispiel bin ich zu Hochzeiten gegangen, um dort die Fotos vom großen Tag des Brautpaares zu machen. Das war für mich zum Teil sehr anstrengend, weil ich manchmal an den Bildern sehen konnte, was mit den portraitierten Menschen geschehen würde. Ich habe damals erfahren, dass es möglich ist, gewisse Tendenzen oder Ereignisse in der Zukunft zu sehen.

War es für Sie schwierig, das Berufsfeld zu wechseln?

Für meine Eltern war es etwas schwierig, besonders als ich meinen Beruf aufgegeben habe. Damit konnten sie nicht sehr gut umgehen. Meine Schwester arbeitet allerdings auch schon sehr lange im esoterischen Bereich. Am Anfang hatte ich damit auch selbst Probleme, denn man ist mit einem solchen Tätigkeitsfeld auch Außenseiter.

Setzen Sie Ihre Intuition (heute auch) bei Ihrer Arbeit als Astrologin ein?

Meine Intuition nutze ich natürlich, obwohl es bei der Astrologie mehr um Struktur, um Strömungen und Konstellationen, die für eine gewisse Zeit ihren Einfluss nehmen, geht. Natürlich verbinde ich das mit dem psychologischen Element, das ist einfach zeitgemäß. Früher ging man davon aus, dass der Mensch in hohem Maße einem vorbestimmten Schicksal folgen musste. Heute, besonders in der psychologischen Astrologie, bestärkt man mehr die Eigenverantwortlichkeit und Willensfreiheit des Menschen. Und das ist auch gut so. Ich arbeite also im Grunde genommen nicht mit Visionen, sondern mit den Strukturen, die man aus den astrologischen Konstellationen herauslesen kann. In meiner Arbeit bemühe ich mich daher darum, die Menschen sich selbst näher zu bringen und ihnen darüber hinaus die Zeitqualitäten zu erklären, die sich mithilfe der Astrologie erkennen lassen. Das alles dient dazu, dass Menschen sich selbst besser verstehen lernen und handlungsfähiger werden.

Können Sie das vielleicht anhand eines Beispiels verdeutlichen?

Aber gerne. Ein junger Familienvater verlor plötzlich seine Stellung und war so verzweifelt, dass seine Frau mich konsultierte. Sie hatte Angst um Ihren Mann, er wäre psychisch in so schlechter Verfassung, dass er sich kaum aufraffen konnte, sich irgendwo neu zu bewerben. Anhand der astrologischen Daten konnte man gut erkennen, aufgrund welcher Zeitqualität der Mann seine Stellung verloren hatte. Man konnte auch anhand des Horoskops sehen, dass es in absehbarer Zeit gute neue Chancen geben würde, um eine andere Stellung zu bekommen. Die ganze Familie fasste durch diese Aussagen wieder Mut. Der Mann konnte sich mit einer optimistischen Grundhaltung neu bewerben und wurde auch in dem Zeitrahmen, den wir astrologisch herausgearbeitet hatten, wieder in ein Arbeitsverhältnis übernommen. Gerade bei solchen Anfragen beweist sich stets, dass die Astrologie eine große Hilfe ist. Also wenn es darum geht, Zeitqualitäten klar zu erkennen und die darin liegenden Möglichkeiten positiv zu nutzen.

Dabei benutzen Sie, wie im Grunde heutzutage alle, dem Computer. Gibt es einen Unterschied zu der alten, händischen Arbeitsweise?

Natürlich ist da ein Unterschied, allein schon in Bezug auf die benötigte Zeit. In meiner Ausbildung habe ich aber auch gelernt, nach der alten Methode zu arbeiten. Meiner Meinung nach ist es wichtig zu wissen, wie es zu den verschiedenen Konstellationen kommt. Später aber, in der täglichen Arbeit, sind die modernen Programme unersetzlich. Es gibt soviel, das man herausarbeiten und erkennen kann in einem Horoskop. Ohne die moderne Technik wäre das sehr schwer zu bewältigen. Andererseits ist es aber auch anstrengend, den ganzen Tag am Bildschirm zu sitzen. Ich formuliere und schreibe alles selber und benutze keine Textbausteine.

Textbausteine? Wie ist das zu verstehen?

Es gibt vorformulierte Texte zu bestimmten Konstellationen, die von namhaften Astrologen verfasst wurden. Dagegen ist nichts zu sagen, die sind oft hervorragend. Aber mir geht es ums Prinzip. Ich habe von vorn herein gesagt, dass ich das nicht will. Bei mir soll immer alles selbst formuliert und individuell auf den Kunden zugeschnitten sein. Das bedeutet natürlich viel Arbeit am PC. Deshalb nehme ich sooft ich kann Yogastunden bei einer Kollegin oder ich arbeite ein wenig im Freien, gehe spazieren, schaue Filme, das hilft gegen seelische und körperliche Unausgewogenheiten sehr gut.

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